CHRONISCHE ENTZÜNDUNGEN
Die Epidemie des 21. Jahrhunderts
Millionen Menschen sind allein in Deutschland von andauernden Entzündungen betroffen: an der Lunge mit Asthma, an der Haut mit Schuppenflechte, am Darm mit Morbus Crohn oder am Zahnfleisch mit Parodontitis. Dabei werden nahezu alle Organe - die Grenzflächen des Körpers - fälschlich von entzündlichen Botenstoffen und Abwehrzellen attackiert, nachdem diese zuvor ungebetene Eindringlinge wie Viren oder Bakterien erfolgreich und regelgerecht beseitigt haben.
Wo im Körper Mikroben geortet sind, fährt automatisch die Durchblutung hoch. Mit Erwärmung der jeweiligen Körperregion weiten sich in den Gefäßwänden Zwischenräume der Zellen. Die in Stellung gebrachten Abwehrstoffe können so leicht ins Gewebe übertreten - Viren, Pilze oder Bakterien vernichten.
Doch dieser in der Evolution des Menschen über Jahrtausende stets verlässliche Mechanismus ist im Lebensumfeld der modernen Zivilisation zunehmend aus dem Takt geraten - die aggressiven Botenstoffe eliminieren nicht mehr nur die Eindringlinge, schädigen vielmehr auch die gesunden Organe.
Bildergalerie Entzündung (16 Bilder)


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Das Ziel: Nicht nur lindern - heilen!
Sogar für die Haupttodesursache der westlichen Zivilisation, den Herzinfarkt, verdichten sich die Hinweise, dass Entzündungsprozesse ursächlich sind. Im Pumporgan von Infarktpatienten finden sich vielfach Entzündung auslösende Bakterien und Pilze. Aber die Organe des Menschen entzünden nicht nur im Nachgang der erfolgreichen Mikrobenbekämpfung des Immunsystems, sondern auch ohne den Einfluss externer Eindringlinge. So spielen Entzündungsprozesse auch im hermetisch abgeschirmten Gehirn eine Rolle - bei der Erkrankung an Multipler Sklerose oder Parkinson.
Vielfach stoppen heute neuartige Wirkstoffe, die zielgenau die außer Rand und Band geratenen Entzündungsauslöser blockieren, die zerstörerischen Vorgänge im Körper. Heilen können sie den Patienten jedoch nicht, nur vorübergehend seine Leiden lindern.

















