THERAPIEREN MIT GESUNDER ERNÄHRUNG
Wenn Prävention durch den Magen geht
Sie regulieren den Blutdruck, den Zucker- oder Cholesterinspiegel - und auch anti-entzündliche Wirkungen sind nachgewiesen: So genannte sekundäre Pflanzenstoffe in Obst und Gemüse sind bei regelmäßigem Konsum für den Menschen gesundheitsförderlich. Die Entzündungsforscher kombinieren jetzt gezielt die besonders effektiven Ingredienzien in Lebensmitteln, um so auch mit Ernährung den chronischen Krankheiten vorzubeugen.
Es klingt zunächst etwas trendy nach wellness, ist aber seriös wissenschaftlich ambitioniert: "functional food"- die Kreation von Lebensmitteln mit gesundheitsförderndem Effekt. Dabei werden Nahrungskomponenten, die auf einzelne Organe oder Stoffwechselprozesse des menschlichen Organismus positiv wirken, gezielt in Lebensmitteln konzentriert. Im Fokus: Polyphenole - chemische Verbindungen, die Pflanzen selbst produzieren, um sich vor Sonnenlicht oder Bakterien zu schützen. Die ersten mit diesen Bestandteilen der Natur angereicherten, neu geschaffenen Lebensmittel könnten absehbar Backwaren, Säfte und Salatdressings, Milchprodukte oder Müsliriegel sein.
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Individuell abgestimmte Ernährung für Risikopatienten
Für die chronischen Entzündungserkrankungen sind vor allem Flavonoide bedeutsam. Studien haben bewiesen, dass diese in verschiedenem Obst und Gemüse, grünem Tee und rotem Wein vorkommende Untergruppe der Polyphenole entzündungshemmend wirkt. Denn Flavonoide blockieren konkret einen Entzündung befördernden Botenstoff im Blut. Von anderen Polyphenolen wird angenommen, dass sie geeignet sein könnten, Herzkreislauferkrankungen oder Krebs vorzubeugen.
Ernährung soll so verstärkt zur Krankheitsprävention eingesetzt werden, individuell abgestimmt: für Menschen mit genetischen Auffälligkeiten und damit einem erhöhten Erkrankungsrisiko. Die "personalisierte Ernährung" soll hier bereits frühzeitig einem Ausbruch der Erkrankung vorbeugen, auch durch den vermehrten Konsum von anti-entzündlich wirkendem "functional food".










