English
0000_News_links_neu.jpg
abstandhalter_top.jpg
2500.jpg
abstandhalter_top.jpg
0000_Entzuendung_rechts.jpg

MIT MODELLSYSTEMEN FORSCHEN

Von Quallen, Mäusen und Menschen

Wenn der Nager im Labor k. o. geht, sieht man es ihm zunächst nicht an. Denn der Knock-out ist hier nicht Folge einer wüsten Attacke, sondern vielmehr chirurgisch präzise gesetzt. Der Maus wurde gezielt ein Gen abgeschaltet. Für die Wissenschaft ein "Knock-out", um zu beobachten was genau passiert, wenn der molekulare Signalweg im Organismus verändert ist.

Mit fein justierten Modellsystemen wird exakt nachvollziehbar, welche Auswirkungen minimale genetische Auffälligkeiten für das Agieren des Immunsystems haben. So werden beispielsweise jene Dispositionen im Erbgut, die beim humanen Morbus-Crohn-Patienten als verdächtig identifiziert sind, im Versuchstier regelrecht nachgebaut. Schon bald zeigt auch die in ihren Erbanlagen ummontierte Maus die Symptome einer Entzündung des Verdauungstrakts: Durchfall, Blut im Stuhl. Und sie verliert Gewicht. Die gezielte Veränderung ihrer individuellen Erbinformation - im Menschen ein Tabu - ermöglicht es, exakt zu identifizieren, welche einzelnen Moleküle in welcher Form am Entzündungsgeschehen beteiligt sind: Grundvoraussetzung für die Entwicklung innovativer Therapien und Wirkstoffe, die das Leid der Patienten lindern.

Bildergalerie Modellsysteme (7 Bilder)

66ab70c2035f6a63238a97cb43385f8c.jpg f8dc9f99004b0fec1b9a417f55894c21.jpg c9696829e5d69b3c0991cde9ab5ad7b1.jpg de6543cb54c8718827a5c53a51e5503b.jpg 01b2aeaa56bfca0ea3da96dbb19a5761.jpg f01c9082b141a3eb235446b6a761cdba.jpg 19695f00b2dc64e18f254ac4c2502558.jpg
ZurückWeiter
Über die Pfeile (Vor/Zurück) blättern Sie durch die Fotogalerie. Klicken Sie auf eines der Bilder, wird es groß dargestellt und erläutert.

Medizin aus dem Meer

Zudem stehen Meerestiere im Fokus der Entzündungsforschung: Polypen, Quallen, Muscheln. Um unter den widrigen Bedingungen ihrer feuchten Umwelt zu überleben, haben diese sehr alten Organismen über Jahrmillionen spezifische Schutzmechanismen gegen Bakterien und Keime entwickelt - was sie nachweislich vor Entzündungen bewahrt. Von diesen funktionalen, evolutionär stetig optimierten Abwehrmechanismen zu lernen, eröffnet eine Perspektive bei der Entwicklung anti-entzündlicher Wirkstoffe oder Therapien für den Menschen.

Fachliteratur zum Weiterlesen:

MEHR INFOS

HAUT

Wenn Seifen, Pollen, Milben provozieren - Schuppenflechte, Neurodermitis

DARM

Das nicht endende Feuer im Innersten - Morbus Crohn, Colitis ulcerosa

HERZ

Entzündungen bereiten den Infarkt vor - Arteriosklerose

GEHIRN

Wenn die eigene Abwehr Nerven entzündet - Multiple Sklerose, Parkinson

LUNGE

Die Luft bleibt weg, der Atem stockt - Asthma, Tuberkulose

GEFÄSSE

Die Brandherde im Kreislaufsystem - Vaskulitis

GELENKE

Die Knochen schmerzen, der Körper versteift - Rheuma

ZAHNFLEISCH

Das Einfallstor für Bakterien in den Körper - Parodontitis