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Tuberkulose

Neuer Wirkstoff

Eine neuartige Substanz sei in der Lage, den bisher weitgehend gegen Antibiotika resistenten Tuberkulose-Erreger abzutöten. Und mehr noch: Infizierte Mäuse habe der möglicherweise exklusive Wirkstoff sogar geheilt - ohne, dass die Nager dabei zu Schaden gekommen wären. Das berichtet das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie, dessen Direktor Axel Brakhage  von einem "außerordentlichen wissenschaftlichen Erfolg" spricht.

Maßgeblich eine besondere Struktur der Zellwand des Erregers Mycobacterium tuberculosis lässt bislang nahezu alle Medikamente daran scheitern, die jedes Jahr weltweit in mehr als zwei Millionen Fällen tödlich verlaufende Lungeninfektion zurückzudrängen. "Der nun gefundene Wirkstoff könnte einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten", teilt das Jenaer Forschungsinstitut mit. Denn selbst multiresistente Varianten der hartnäckigen Mikrobe sind dem neuen Wirkstoff offenbar nicht gewachsen. Die zur Gruppe der Benzothiazinone gehörende Substanz trifft offenbar einen völlig neuen Angriffspunkt bei den Tuberkulosebakterien, anders als alle bisher verfügbaren Wirkstoffe. Die Leibniz-Forscher wollen das neue Molekül jetzt zum Medikament machen. Dafür haben sich die Wissenschaftler mit einem US-amerikanischen Industriepartner zusammengetan, der sich die Lizenz für Nutzung und Vermarktung der neuartigen Substanz gesichert haben soll.

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