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Schuppenflechte

Weitere Krankheitsgene identifiziert

Mehr als 6.000 Männer und Frauen, die an Schuppenflechte leiden, hatten in den Laboren des "Exzellenzcluster Entzündungsforschung" Blut gelassen, dazu annähernd noch mal so viele Gesunde. Die Genetiker des Forschungsverbunds haben diese Proben verglichen, akribisch nach Auffälligkeiten im Erbgut untersucht - und sind fündig geworden: Sieben Mutationen im Genom sind für die Erkrankung an Schuppenflechte mitverantwortlich.

"Dieses neue Wissen ist ein entscheidender Baustein, um zu verstehen, warum manche Menschen eine Fehlregulierung des Immunsystems haben, die eine Schuppenflechte begünstigt", sagt "Exzellenzcluster"-Forscher Michael Weichenthal. Die entschlüsselten genetischen Merkmale sind an der Regulierung entzündlicher Prozesse im Körper beteiligt. Ist diese höchst sensible Justierung gestört, entzündet die Haut anhaltend. In Deutschland sind nahezu zwei Millionen Menschen davon betroffen. Das Ziel der Identifizierung genetischer Krankheitsursachen, die einhergehend mit Umweltfaktoren Schuppenflechte auslösen, ist die Kreation innovativer Therapien: "Verstehen wir die molekularen Veränderungen, können wir Wirkstoffe regelrecht bauen, mit denen wir die Veränderungen beeinflussen", weist Dermatologe Weichenthal die Perspektive.

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